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Jämmerlicher Abschluss einer tollen Saison…

Nach 21 teils furios guten Meisterschaftsspielen in der nun zurückliegenden Spielzeit haben wir die Sonne im Herzen eines jeden Windberger Mitglieds und Sympathisanten scheinen lassen. Diese unerwartet starke Saisonleistung hatte nach den üblichen kleineren Aussetzern, welche eine ganze Spielzeit einer jeden Mannschaft beschert, leider zum letztmöglichen Zeitpunkt eine Peinlichkeit parat, nämlich die letzte Begegnung beim TuS Rheydt-Wetschewell II, welche beileibe nicht hätte verloren werden dürfen. Freilich kann man meinen, das Match wäre nicht mehr weiter wichtig gewesen, da die Tabellensituation bereits feststand und es nicht mehr auf die zu vergebenden Punkte ankam. Andererseits sollte man jedoch den Zweck des Sports nicht aus dem Blick verlieren, welcher Anstrengung, Kampfgeist, das miteinander messen und nicht zuletzt den Spaß in den Vordergrund stellt. Demnach dürfte man eher zu der Meinung gelangen, dass es dieses Spiel gleichermaßen wert gewesen wäre „Gas zu geben“. Das war jedoch leider nicht der Fall, am Ende des Gastbesuchs in Wetschewell stand nur ein trauriges 5:9. Dies ist besonders schade, weil im Falle des Sieges sogar die Punkte 30 und 31 hätten erspielt werden können; dies wäre insofern besonders schön gewesen, alsdass es das Andenken an die vorige Saison wachgerufen hätte, deren Meister die damals „Zweite“ mit eben 31 Zählern in der Bezirksklasse 5 geworden war…

Wie das tatsächliche Ergebnis zustandekam ist schnell erzählt: Daniel holte drei sowie Lukas zwei Punkte (freilich in gefälliger Unterstützung der jeweiligen Doppelpartner Jonas und Walter). Der Rest wurde durch schwache Leistungen abgebildet, die sämtlich in der Niederlage endeten:

Die Paarung Brinkmann/Volpe verkorkste das Spiel gegen die sich immerzu streitenden Wendel und Jennessen mit 1:3. Leupold/Dora verspürten beim 3:0 über Schmitter/Winkler kaum Gegenwehr, bevor sich Veit/Esser recht ungefährdet mit 3:1 über Völl/Anson erhoben. Leupold ließ dem oberen Paarkreuz der Rheydter keinen Satz, während Dora den Spielern Schmitter und Wendel jeweils 2:3 unterlegen war. Brinkmann, welcher im weiteren Verlauf des Abends noch von seiner ganzen Mannschaft hochleben gelassen wurde, da er in seinen Geburtstag hineinfeierte, spielte trotz mancher Gastunterstützung von der Bank zweimal weit unter seinen Möglichkeiten 1:3. Veit spielte ebenfalls in der Mitte und unterlag zunächst Winkler mit 1:3, bevor er gegen Völl schon am Rande des Abgrunds stand, 1:2 und 5:10. Dann ließ er am bitteren Ende der Begegnung, welche zu diesem Zeitpunkt bereits verloren war, noch einmal seine Klasse aufblitzen, indem er seinen Kontrahenten filettierte und immerhin einige wenige Minuten herausragend zum 3:2 aufspielte. Was die vier Sätze vorher losgewesen war, bleibt indes unergründet. Zu diesem Zeitpunkt wurde im anderen Court schon nicht mehr gespielt, weil Walter nach 1:3 gegen Jennessen ein weiteres 1:3 gegen Anson folgen ließ, welches den neunten Punkt des Gegners markierte. Ora hatte nach schwacher Leistung gegen Anson 0:3 abgegeben, ein zweites Match blieb ihm folglich versagt.

Dieses einzelne Ergebnis – so sehr es uns den Abend zunächst vermieste – kann die Freude über die insgesamt gute Spielzeit nur ein wenig mindern. Der Saisonabschluss hat nämlich auch in Zahlen manches zu bieten: Etwa stellen wir mit Daniel den bilanzstärksten Spieler der Liga (34:9), mit ihm und Sven bietet die Mannschaft außerdem gleich zwei von nur einer Handvoll Spielern auf, welche bei allen 22 Partien angetreten sind. Jonas konnte sich deutlich steigern und füllte den Platz im oberen Paarkreuz zumindest in der Rückrunde mit einer ausgeglichenen Bilanz jenseits aller Erwartungen bemerkenswert gut aus. Insgesamt verzeichnen sogar alle drei Paarkreuze eine positive Einzelbilanz. Ferner sind besonders die Doppelbilanzen aller sieben Stammspieler – denn David sei nicht vergessen, welcher an diesem Abend zum anfeuern anwesend war – hervorzuheben, welche ohnehin die Grundlage unseres Erfolges darstellten (insgesamt 47:25 Doppel siegreich). Im Einzelnen waren es fünf Paarungen, welche regelmäßig zum Einsatz kamen: Dora/Brinkmann 7:1, Brinkmann/Volpe 10:5, Veit/Esser 9:5, Leupold/Lorenz 10:7 sowie Leupold/Dora 5:3; außerdem 6:4 Siege sonstiger Paarungen. Die Einzel mit einer Gesamtbilanz von 126:99 lassen sich ebenfalls sehen und haben der Mehrzahl der Spieler ein sehenswertes „TTR-Plus“ beschert. Die sieben Stammspieler konnte im Übrigen nahezu alle Einsätze abbilden, einzig Lars Henning gab uns einmal bei Borussia Mönchengladbach die Ehre.

Zu unserem Bedauern werden diese sieben Streiter aber nicht weiter miteinander wetteifern können, da zumindest David nächste Saison nicht mehr zur Verfügung stehen wird. Jonas und Lukas liebäugeln außerdem mit längeren Praktika bzw. Auslandseinsätzen, welche es der Mannschaft in der nächsten Spielzeit nicht leicht machen werden. Bis dahin ist aber ohnehin noch viel Zeit zum planen und ggf. umbesetzen der Mannschaften. Es bleibt abzuwarten, ob und wie sich die vier Herrenmannschaften umorganisieren werden. Zunächst beginnt für manch einen nun die Turniersaison. Möge man sich trotz der spielfreien Zeit dort und/oder das ein oder andere Mal beim Training begegnen.

Tabellenführer gelegt…

Vor zwei Spieltagen war der Klassenerhalt rechnerisch sichergestellt worden. Letzte Woche war der Hülser SV endgültig auf den fünften Platz hinter uns verbannt worden. Als weiterer Triumpf zur Krönung einer Saison sollte nun unsere Heimserie Bestand haben. Bisher waren wir daheim nämlich unbesiegt, einzig das Remis gegen Süchteln-Vorst torpedierte die gänzlich makellose Bilanz. Schließlich kam selbst der Tabellenführer des Kempener LC kam bei uns unter die Räder – dies allerdings mit nur vier Stammkräften. Die oberen Drei (Schnitzler, Classen und Herko) gehören gleichwohl allesamt zu den Top-10 Spielern der Liga, folglich mussten wir alle Riemen auf der Orgel haben, um gegen die bereits aufgestiegene, aber dennoch nicht minder hungrige Mannschaft zu siegen…

Der Weg zum Erfolg führte einmal mehr über die Doppel – ein neuerliches 3:0 machte insoweit im Hinblick auf den späteren Endstand von 9:6 den Unterschied aus. Erneut kam Daniel und David die Aufgabe zu, gegen ein starkes Doppel eins (Classen/Herko) zu bestehen, was nach einer ansprechenden Leistung mit 11:9 im Fünften gelang. Unser topgesetztes Duo Jonas/Sven fand es gegen Schnitzler/Priessen etwas weniger beschwerlich, 3:1. Da unter den Kontrahenten ein Spieler deutlich an Können abfiel, waren sowohl das dritte Doppel als auch später die entsprechenden Einzel schnell gewonnen. Im Anschluss schlugen die besagten drei Topspieler jedoch zurück, fünf von sechs Einzel sollten an das Trio verloren gehen…

Einzig Leupold ließ dem Kontrahenten Schnitzler in der zweiten Einzelrunde keine Chance. Vorher mussten sich unsere beiden Streiter des oberen Paarkreuzes jeweils dem feinen Händchen von Classen geschlagen geben. Für Daniel ergab sich diese Niederlage besonders bitter mit 2:3, nachdem er sogar zwei Matchbälle im vierten Durchgang erreicht und vergeben hatte. Jonas ging im ersten Durchgang gegen Schnitzler derweil mit 2:0 in Führung, gab aber nach drei unglücklichen Sätzen doch noch ab. Der Spieler Herko – gesetzt nur an drei – hatte mit unserer Mitte keine nennenswerten Probleme; dies wurde aber wesentlich dadurch begünstigt, dass zuerst David keine Lust hatte und dies auch nach außen trug. Anschließend konnte Sven seine Chancen in wichtigen Situationen nicht nutzen und schlug sich damit gefühlt selbst…

Gegen die Positionen 4-6 wurden spiegelbildlich fünf von sechs Einzel gewonnen, was zu obigem Endstand führte. Einzig Walter unterlag gegen Priessen nach gutem ersten Durchgang mit 1:3. Gegen die eine an vier gesetzte Dame Corinna Hopp setzte sich Sven ebenso stark wie David knapp durch (3:0 bzw. 3:2). Matchwinner war als Einziger in Doppel und Einzel ungeschlagen Lukas, der Priessen nach drei hautengen Sätzen im Vierten deutlich besiegte. Gegen Position sechs hatten unsere Kameraden leichtes Spiel, sodass zur allseitigen Freude das Schlussdoppel nicht mehr vonnöten war; selbst der Gegner räumte in der Verabschiedung ein, dass für ein finales Doppel kein Bedarf mehr bestanden hatte.

Anschließend wurde noch in freundschaftlcher Runde das Feierabend-Bier getrunken. Die sympathische Mannschaft aus Kempen wird sich in der Landesliga behaupten müssen, und wir werden sie erst in zwei Jahren in der höheren Spielklasse wiedersehen 😉 Eine starke Saison neigt sich mehr denn je dem Ende zu, in welcher wir vor allem zuhause unerhört souverän waren. Gegen keine einzige Mannschaft wurde eine negative Bilanz erspielt, da jedes Team mindestens einmal geschlagen werden konnte (Ausnahme Süchteln-Vorst aufgrund zweier Unentschieden). Als letzte verbleibende Entscheidung der Spielklasse bleibt bis zuletzt die Frage, ob den zweiten Rang (welcher in die Relegation zum Aufstieg führt) Krefeld-Bockum oder Süchteln-Vorst wird bekleiden dürfen. Dies birgt noch etwas Spannung, während wir uns allmählich auf die lange Sommerpause einstimmen.

Saisonendspurt erfolgreich gestartet…

Im 20. von insgesamt 22 Begegnungen der laufenden Saison traten wir gegen den Tabellenletzten aus Mülhausen an, dessen Team bereits abgestiegen ist, während diesseits – wie dem geneigten Leser bekannt sein dürfte – der bemerkenswert gute vierte Platz gefestigt worden war. Obwohl das Match also keine bedeutungsschwere Relevanz mehr zum Guten wie zum Bösen entfalten konnte, waren beide Mannschaften (selbst ohne den großen Teamplayer Veit) in guter Aufstellung angetreten und zu einer sportlichen Auseinandersetzung bereit. Diese währte allerdings nur gute zwei Stunden, da unser Team dem des Gegners entsprechend der Tabellensituation merklich überlegen war, und der Spieler Dickmann (des Gegners Nummer drei) verletzungsbedingt nicht zu spielen gedachte. Somit waren uns zwei Punkte kampflos sicher. Des dritten „geschenkten“ Siegpunktes bedurfte es schon nicht mehr, da vor der zweiten kampflosen Einzelpartie das Spiel beendet war, 9:2 folglich.

In den Doppeln siegten Brinkmann/Volpe kampflos, zu spielen waren derweil Leupold/Lorenz gegen Brunner/Föhrweisser sowie Dora/Esser gegen Riechert/Nazirogullari. Die erstgenannte Partie wurde mit 3:1 unter anderem deshalb gewonnen, weil David durch die zwischenzeitliche Anwesenheit seiner Eltern sowie Tante und Onkel eine Füllung Extramotivation getankt hatte. Das schwere Spiel war in gleicher Zusammenstellung in der Hinrunde noch 1:3 verloren worden. Entscheidend waren die knappen Satzgewinne der Durchgänge zwei und drei, welche den Gegner moralisch brachen. Nach 8:1 im Vierten musste nur noch kurz gezittert werden (letztlich 11:7). Das Doppel von Jonas und Walter, welches erst zum zweiten Mal vereint wurde, konnte die ersten drei Durchgänge ausgeglichen gestalten. Wenn auch unglücklich in Rückstand gehend – jeweils 11:9 bzw. genau gegenteilig – unterlagen sie im Vierten doch deutlich.

Im oberen Paarkreuz waren für das Publikum im Anschluss wohl die beiden spannendsten Partien zu sehen, so hatte Daniel es mit Föhrweisser zu tun, Jonas indes mit Brunner. Wie im Hinspiel konnte Leupold das Einzel nach schweren vier Sätzen mit 3:1 gewinnen, gleichfalls wie in der Hinrunde endete Doras Partie mit 2:3. Leider war in dem ausgeglichenen Match unser Kamerad wesentlich schlechter in den Entscheidungssatz gestartet (1:8), und konnte diesen trotz mutigen Versuches nicht mehr für sich entscheiden, 7:11. Dem gerissenen Kopfrechner ist offenbar, dass nun eine Abfolge von sechs Spielen in Folge zu unseren Gunsten ausging. Jeder Einzelne der „Glorreichen Sieben“ mit Ausnahme des abwesenden Lukas durfte ab diesem Zeitpunkt seinen Anteil beisteuern.

Sven hatte seinen Erwartungen gemäß in der Mitte hinlänglich Schwierigkeiten mit Carsten Riechert, welchen manche von uns noch aus alten Tagen kennen und mögen. In einer brüderlichen Partie überwiegte mal das Geschick des Einen, mal solches des Anderen. Zu unserem Glück war Brinkmann im Ersten, Dritten und Fünften erfolgreich, während David seinen verletzten Gegner brutal mit 11:0, 11:0 und – Überraschung – erneut 11:0 (mithin kampflos) niederstreckte. Folglich durfte seine versammelte Familie ihren Sprössling leider nur im Doppel (und auf der Bank) bewundern, was die Zuschauer jedoch schon genügend begeistert hatte. Walter machte trotz eher knapper Sätze eins und zwei insgesamt kurzen Prozess mit dem jugendlichen Gegner Krakau. Orazio indes machte es nach 2:0 und 2:2 wesentlich spannender, so konnte er den Fünften schließlich deutlich gegen Nazirogullari gewinnen. Den Schluss bildeten erneut Leupold und Dora, welche überzeugend 3:1 bzw. 3:0 gewinnen konnten.

Dieser Sieg war bereits der zwölfte bei drei Unentschieden, fünf Spiele – also nur jedes vierte – gingen verloren. Sosehr das hiesige Ergebnis erwartbar war und nicht damit zu protzen sein dürfte, bleibt die Mannschaft geschlossen auf konstantem Niveau und zeigte erneut ein gutes Ergebnis. Sollte in den Folgewochen noch der Tabellenführer annähernd geärgert und der Tabellenachte bei Rheydt-Wetschwell zuletzt geschlagen werden, würden wir in jeder Beziehung auf eine erfolgreiche Saison zurückblicken, in welcher unsere Mannschaft immerhin bei manch einem als Abstiegskandidat gegolten hatte. Naturgemäß gehen bereits jetzt die Spekulationen in die nächste Runde, wieso und in welcher Aufstellung die nächste Spielzeit angetreten werde. Diese Frage dürfte bis zum 31.05. spannend sein und die Beantwortung uns noch nachhaltig beschäftigen.          



Sieg bei Borussia ohne Glanz…

Nach der kürzlichen Revanche gegen Willich und dem mittlerweile sicher gestellten Klassenerhalt durften wir die letzten vier Spiele angehen – in wohliger Erwartung, dass noch einiger Zähler gesammelt würden. Den Beginn machten wir beim Tabellenvorletzten Borussia Mönchengladbach, dessen Leistungen in dieser Rückrunde bereits Licht und Schatten bot. Erst hatten die Jungs aus der Großstadt dem Tabellenführer aus Kempen ein Unentschieden abgerungen, bevor man letzte Woche dem Tabellenletzten aus Mülhausen (welchen es für uns nächste Woche zu schlagen gilt) unterlag…

Borussia konnte im Hinspiel mit 9:3 besiegt werden, obwohl der Gegner noch mit seinem besten Spieler Kremer angetreten war. An diesem Abend war dies nicht der Fall, während auf unserer Seite Lukas und Oratio fehlten. Letztgenannter half in der Dritten bei einem wichtigen Spiel im Abstiegskampf aus. Die sechs wurde mit Lars Henning besetzt, welcher bereits in der letzten Saison mehrere Punkte für unsere Sache beigesteuert hatte. Nach den großen Erfolgen in den Doppeln in der jüngeren Vergangenheit mussten wir allerdings zunächst einen Rückstand von 1:2 hinnehmen. So gelangten Leupold/Lorenz zum vierten Mal in Folge im Fünften zum Matchball, konnten diesen aber zur Abwechslung mal nicht in einen Sieg ummünzen. Ebenso sieglos erging es Esser/Henning nach 2:1-Führung. Einzig Dora/Brinkmann schlugen das Doppel zwei der Gegner eigentlich deutlich mit 3:1.

Im Einzel wurde aber postwendend der Spieß herumgedreht. So sicherten die beiden oberen Paarkreuze souverän acht von acht möglichen Einzelpunkten und damit den Sieg. Zunächst gewann Daniel nach zwei starken und zwei schwachen Sätzen letztlich 3:1 gegen Glitt, während Jonas am Nebentisch nach 1:2 den Turbo zündete und das Spiel noch in einen Sieg gegen Zachowski umwandeln konnte, den Letzten gar 11:2. Sven und David zeigten keine Schwäche bei ihrem jeweils satzverlustfreien Spiel über Bimmermann bzw. Brüggemann. Anschließend war unserem kriselnden unteren Paarkreuz leider kein Satzgewinn gegen Kerres und Hintzen vergönnt, sodass das zwischenzeitliche 5:4 ein letztes Mal nachdenklich stimmte.

Leupold, Dora, Brinkmann und Lorenz brachten das schaukelnde Schiff jedoch schnell wieder auf Kurs, indem bis zum Endstand kein weiterer Satz abgegeben wurde. Die ersten drei taten sich dabei nicht einmal allzu schwer, während David aus seiner fehlenden Lust keinen Hehl machte und mit mehr Glück als Verstand zwei Verlängerungen und einige Satzbälle des Gegners schadlos überdauerte (+8, +11 und +13). Damit war der Sieg beschlossene Sache und der Klassenerhalt auch rechnerisch „eingetütet“. Mit vier bzw. fünf Punkten Differenz auf die Plätze zwei und drei dürfte zwar nach oben nichts mehr möglich sein, dennoch mutet es schön an, sich eher nach oben denn nach unten orientieren zu müssen. Dies ist das Ergebnis einer ordentlichen Mannschaftsleistung die gesamte Spielzeit hinweg. Sofern noch gegen Mülhausen und Rheydt-Wetschewell gewonnen würde, wäre dies ein beachtliches Endresultat. So oder so werden wir die letzten Spiele noch in aller Form genießen (und hoffentlich den ein oder anderen Sambuca eliminieren).


Revanche gegen Willich…

Im Hinspiel hatten wir eine bittere 4:9-Niederlage in Willich zu einem Zeitpunkt zu verkraften, als sich die gegnerische Mannschaft auf Aufstiegskurs befand. Einige Monate später waren die Vorzeichen freilich andere, nachdem Willich in der Rückrunde nur zwei Punkte aus sechs Spielen erzielt hatte, dies insbesondere aufgrund von Verletzungen zweier Spieler. Folglich waren unsere Hoffnungen auf eine Revanche berechtigt, wie die exakte Umkehr des Hinrundenergebnisses zeigen sollte…

Wie bereits gegen Süchteln-Vorst vor zwei Wochen erspielten wir uns schnell eine komfortable 6:0 Führung. Hinsichtlich der drei Doppel taten sich nur Leupold/Lorenz als Doppel zwei schwer, fuhren aber letztlich den für diese Paarung dritten 3:2-Erfolg in Serie ein, freilich alle mit lediglich zwei Punkten Unterschied im finalen Durchgang. Dora/Brinkmann und Veit/Esser gaben keinen Satz ab und zementierten weiter unsere solide Doppelbilanz. Unermüdlich wurde weiter auf Sieg gespielt, Daniel spielte schwach gegen den schwächeren Malessa 3:0, während Jonas das Publikum mit der Abwehr zweier Matchbälle und schließlich mit dem hauchdünnen Sieg über Sievers unterhalten durfte. Der erkrankte Sven mühte sich im Anschluss sichtbar zu einem 3:1 gegen Wiescher…

Die komfortable Führung im Rücken ließ sich David vom krummen Belag seines Einzelkontrahenten Janke schon entmutigen, bevor sein Match überhaupt begonnen hatte, 1:3. Im unteren Paarkreuz machte sich trotz der Führung bald wieder Unruhe breit, da die Performance unser beider Akteure nicht überzeugen wollte. Während Walter nach dem einzig starken dritten Satz mit 1:3 unterlag, führte Lukas schnell mit 2:0. Dies bewahrte ihn jedoch nicht vor einem Entscheidungssatz, in welchem er zumindest teilweise seinen Mut zu riskanten und gewissermaßen sein Spiel prägenden Bällen wiederfand, und doch noch 12:10 siegte – 7:2.

Dieser Spielgewinn war enorm wichtig, da das Schrumpfen des Vorsprungs von 6:0 auf 6:3 eine Kehrtwende psychischer Art hätte bedeuten können. So jedoch war sichergestellt, dass das obere Paarkreuz den Sieg abrunden oder zumindest den Weg ebnen konnte. Nachdem Daniel gegen den gegnerischen Primus nach anfänglichen Schwierigkeiten 3:1 gewonnen hatte, unterlag Jonas unnötig mit 1:3 – 8:3. In der Mitte konnte im Anschluss lange Zeit alles passieren, und es folgte der letzte kritische Moment des Abends, als Sven und David fast zeitgleich mit 1:2 in Rückstand gerieten. Auszugleichen glückte indes beiden, bevor Sven gegen den Materialspieler Janke mit 9:11 abgab – ein Spiel, welches ihm nach seiner eigenen Einschätzung liege, und er glaube niemals verlieren zu können. David hingegen spielte gegen Wiescher einen recht konstanten Satz und brachte den Sieg ins Ziel, 11:7 und 9:4. 

Mit der Bilanz von 32:22 Sätzen kann man sicher von einem verdienten Sieg sprechen. Jedoch war an diesem Abend nicht alles Gold, was glänzte: Eine wirklich solide Leistung in den Einzeln zeigte keiner der sechs Spieler, während die Doppel ein weiteres Mal unseren Erfolg markierten. Nach der bescheidenen Meinung des Verfassers waren wir nicht sonderlich gut, die gegnerische Mannschaft nur noch weniger. Jetzt freuen wir uns auf die Spiele bei Borussia und gegen Mülhausen, in welchen wir ähnlich erfolgreich zu sein hoffen. In diesem Fall dürften wir sogar noch auf den dritten Platz der Tabelle schielen.


Unheimliche Spannung gegen Süchteln-Vorst…

Nachdem die erste Mannschaft in der Hinrunde ein 8:8 gegen den Aufstiegsanwärter aus Süchteln-Vorst erspielt hatte, beehrten uns die Freunde aus Viersen nun vor heimischer Kulisse. Es sollte ein emotionales und äußerst spannendes Meisterschaftsspiel werden, das alles zu bieten hatte, was das Zuschauerherz begehrt…

Die Doppel liefen einmal mehr „wie am Schnürchen“, insoweit war auch das Glück ein wenig auf unserer Seite, denn alle Paarungen konnten hauchdünn gewonnen werden. Sven und Ora drehten einen 0:2 Rückstand in einen Sieg (11:9 im Fünften!). Daniel und David gewannen zwei der letzten jeweils in der Verlängerung entschiedenen drei Sätze knapp zum ebenso umjubelten 3:2 (12:10 im Fünften!). Das neu zusammengestellte Doppel Jonas und Walter machte seinen Gegnern nach 2:0 noch Hoffnung, siegte aber schließlich auch (11:9 im Fünften!).

In den Einzeln konnte die Führung gar verdoppelt werden. So durfte man seinen Augen kaum trauen, immerhin spielten wir gegen den Tabellendritten, der im Falle des Sieges erneut den Relegationsplatz zum Aufstieg einnehmen würde. Wie Daniel aber in der Eingangsrede verlauten ließ – dies freilich im Scherz -, mussten die Vorster erst an unserer Ersten vorbei; dies dürfte zwischenzeitlich als gar unmöglich angemutet haben, da Daniel, Jonas und Sven auf 6:0 stellten. Leupold konnte Domnik mit 3:1 bezwingen, während Jonas in einem Spiel, welches hin und her wogte, letztlich mit 3:2 die Oberhand über Ender erlangte. Sven verdiente sich indes den Sieg über Skott durch drei starke Sätze gepaart mit zwischenzeitlichem Tief (3:1).

So sehr der Zwischenstand auch beflügeln mochte… er vermittelte David dennoch nicht genügend Selbstbewusstsein, um Fischer zu schlagen. Obwohl der Sieg in den beiden ersten Sätzen nicht unerreichbar schien, ließ sich Lorenz hängen und glaubte nicht an sich, 0:3. Damit ging nun ein Umbruch der Ergebnisse einher, die Siege sollten sich leider nicht mehr regelmäßig einstellen. So hatte das untere Paarkreuz nicht genug entgegenzusetzen, Walter unterlag Peters mit 1:3, während der Spielverlauf bei Ora besonders bitter war, indem drei Matchbälle gegen Brauweiler nach 0:2 Sätzen und später 2:2 Sätzen und 10:7 nicht zum Sieg reichten.

Plötzlich stand es nur noch 6:3, was lediglich die Führung nach den Doppeln abbildet. Dass Daniel nun gegen den enorm sicher aufspielenden Ender nur im ersten Satz überlegen war (1:3), dramatisierte die Abwärtsspirale. In diesem Moment war Jonas‘ Sieg über Domnik (3:0) pures Gold wert, was die Führung mit drei Spielpunkten aufrecht erhielt, 7:4. Insofern ist erneut auf die gute Form hinzuweisen, in welcher sich Dora seit drei Spieltagen befindet. Lief die Hinrunde noch alles andere als rund, läuft „der Junge“ (liebevoll, nicht etwa despektierlich gesprochen) endlich heiß, und verschaffte uns in diesem Moment wieder einen sehr wichtigen Spielpunkt. Nebenbei gesagt hat Jonas aus den letzten drei Spielen fünf aus sechs Einzeln gewonnen; so darf es wahrlich weiter gehen!

Leider reichte es im Anschluss nicht für einen Sieg in der Mitte. Brinkmann erreichte gegen Fischer nicht die spielerische Klasse, die ihn zuletzt so bärenstark und nicht nur in den Doppeln so wertvoll gemacht hatte, 1:3. Lorenz verlor ebenfalls mit 1:3 gegen Skott in einem niveauvollen Spiel. Dabei gingen die Durchgänge Nummer eins und vier leider beide verloren, welche jeweils in der Verlängerung entschieden wurden, was die knappe Niederlage besiegelte. Der Zwischenstand von 7:6 vor dem zuletzt eindeutig schwächelden unteren Paarkreuz verhieß nichts Gutes, hatte man doch immer noch im Kopf, dass es einige Zeit zuvor noch tollkühn 6:0 gestanden hatte…

So kam es, wie es kommen musste; der Ausgleich der Gegner, die sich mittlerweile wie wild nach vorne peitschten, lag in der Luft und war kurze Zeit später Realität, als Esser gegen Brauweiler glatt unterlegen war, 7:7. Jetzt war es eine sichtlich unangenehme Situation für Volpe, die Weichen für das Schlussdoppel zu stellen. Der Verunsicherung jedoch zum Trotze konnte Ora den ersten Satz gewinnen. Der zweite hätte ebenso laufen sollen, jedoch konnte Peters den Durchgang noch knapp für sich entscheiden. Schließlich folgten zwei Sätze, welche unser Orazio nicht ganz ohne Glück jeweils mit zwei Punkten Differenz für unser Team einholte. Dabei war für den Gegner besonders bitter, dass das Schicksal Ora beim Stande von 2:1 und 11:11 zwei Nasse zum Spielgewinn gewährte.

Das Schlussdoppel entschied folglich über Sieg oder Unentschieden. Im Moment der eigentlich größten Spannung war nach langem Zweifeln aber bereits ein Teil der Anspannung verflogen, da man das Heimspiel nicht ohne punktemäßigen Ertrag würde beenden müssen. Und nachdem die beste Paarung der Gegner Domnik/Fischer schon im Eingangsdoppel eine gleichermaßen schmerzliche wie knappe Niederlage gegen Leupold/Lorenz hatte hinnehmen müssen, folgte der aus dieser Perspektive nächste Tiefschlag, indem Sven und Ora den ersten Satz noch zum 13:11 „klauten“. Auch die folgenden Sätze würden nicht deutlicher ausfallen. Zu diesseitigem Bedauern verliefen diese jedoch zu unseren Ungunsten. Gefühlt liefen unseren beiden Streiter immer einem kleinen Rückstand hinterher, welcher sich letztlich auch manifestierte, -9, -9, -10.

Schließlich endete das Meisterschaftsspiel mit 8:8 Spielen und 31:35 Sätzen. Es hatte beinahe vier Stunden gedauert, bis man sich die Punkte brüderlich und tatsächlich in aller Freundschaft teilte. Das dürfte von unserer Seite aus leichter gefallen sein, haben wir doch keine Ambitionen nach oben und müssen nach dem furiosen Einstieg noch froh sein, nicht mit leeren Händen dazustehen. Der Gegner ist indes ob seines kämpferischen Einsatzes zu loben. Die Wahrscheinlichkeit, sich im nächsten Jahr wiederzusehen, ist dennoch hoch, denn selbst in der Relegation dürfte der Aufstieg auch für diese Jungs aus Süchteln-Vorst dieses Jahr schwer zu erreichen zu sein.

Rehabilitierung durch einen Sieg gegen Erkelenz…

Nachdem vergangene Woche ein unglückliches 5:9 in Krefeld-Bockum eingefahren wurde, wollten wir eine positive Antwort finden. Allerdings war das Match in der Hinrunde gegen den fälligen Gegner hauchdünn verloren worden, wobei die Erkelenzer auch zum einzigen Mal in voller Stärke angetreten waren. In heimischer Halle war dies nun nicht der Fall. Neben den ordentlich gemeldeten Spielern 1-4 gastierten zwei Ersatzspieler aus den unteren Mannschaften, sodass ein schlechte Ausbeute im unteren Paarkreuz (Knackpunkt im Hinspiel war das dortige 0:4) kaum zu erwarten war. Da aber in allen Paarkreuzen eine gute Leistung erspielt wurde, kam es zu einem deutlichen 9:2-Sieg:

In den Doppeln ging es direkt unheimlich spannend zu. Die beiden ersten Paarungen Brinkmann/Volpe und Leupold/Lorenz spielten sich parallel jeweils in den Entscheidungssatz. Das war insbesonders für Daniel und David bereits ein Erfolg, da sie gegen dieselbe Paarung (Hartkopf/Häusler) in der Hinrunde das Schlussdoppel klar verloren hatten. Nach ansprechender Leistung reichte es am Ende gar zum Sieg, 12:10 im Fünften. So glücklich man über dieses Ergebnis sein konnte, so betrüblich war das gegensätzliche 10:12 im anderen Court, nachdem allerdings auch nicht die Spielkultur gezeigt worden war, welche das Duo Sven und Ora schon häufiger in dieser Saison ausgezeichnet hat. Doppel drei (Dora/Veit) machte sich gegen die ersatzgeschwächte Paarung nicht die Hände schmutzig und siegte deutlich.

Somit stand nun das erste Einzel an, in welchem Streit vorprogrammiert war. Die Nummer zwei der Gegner Hartkopf hatte bereits im Hinspiel Daniel grundlos beleidigt und sich seinem Naturell entsprechend unangenehm aufgeführt. So warf er etwa im Schlussdoppel mehrfach bewusst den Ball beim Aufschlag nicht hoch, was sich nun im Einzel bereits zu Beginn wiederholen sollte. Nachdem Leupold dies angesprochen hatte, und der Schiedsrichter sich nachvollziehbarerweise nicht auf eine Seite schlagen wollte, regte sich der Erkelenzer Minuten lang auf, sodass offenbar auch seine eigene Mannschaft hinlänglich genervt war. Tischtennis spielte er indes nicht mehr, sondern trümmerte die meisten Bälle weg, sodass bald ein glattes 3:0 zu unseren Gunsten feststand. Weder nach dem Einzel noch bei der Verabschiedung gab Hartkopf Daniel die Hand, was die unsportliche Aktion abrundete.

Am Nebentisch raffte sich Jonas gegen den Materialspieler Schlesinger nach zwei „verpassten“ Sätzen noch auf, unterlag letztlich leider aber doch mit 1:3, während Sven es mit dem nicht minder unangenehm aufspielenden Ketzler zu tun bekam. Nach zwei „tödlichen Nassen“ in der Verlängerung des vierten Satzes fand die ausgeglichene Partie in Sven ihren Sieger. Lorenz konnte das andere Match im mittleren Paarkreuz nach überragender Leistung gar ohne Satzverlust gegen den starken Häusler gewinnen. Freilich hatte David zu diesem Zeitpunkt bereits im Doppel überzeugt. Unten folgten zwei glatte Siege, wobei Orazios Gegner, der Jugendliche Wehrstedt, seinem Namen gerecht wurde, und sich ordentlich wenn auch erfolglos zur Wehr setzte. Da an diesem Spieltag Walter aussetzte, welcher die Mannschaft aber dennoch vorbildlich und fröhlich unterstützen kam, war es an Lukas, die Nummer sechs wortwörtlich durch die Halle zu schießen.

Komplettiert wurde der Wettkampf durch zwei weitere Siege im oberen Paarkreuz, welche jedoch beide knapp erfolgten. So hatte Daniel zweimal mit einem Satz Rückstand zu kämpfen, konnte seinen Kontrahenten letztlich aber verdient mit 3:2 besiegen. Jonas indes erspielte den Schlusspunkt, indem er Hartkopf nach 1:2-Rückstand unter allgemeinem Jubel noch mit 12:10 zu besiegen vermochte. Die Revanche war geglückt und der Gegner aus Erkelenz ist als direkter Tabellennachbar nunmehr mit Abstand von vier Punkten auf den sechsten Platz verwiesen, während wir den fünften Platz sichern konnten. Da ab dem siebten Rang der Abstieg – teils nach Relegation – gefürchtet werden muss, waren dies „big points“ für den Verbleib in der Bezirksliga. Da noch die Meisterschaftsspiele gegen die beiden Tabellenletzten aus Borussia und Mühlhausen anstehen, dürfte jetzt alle Sorge abgewendet sein. Dies durfte an diesem Abend auch noch sportlich gefeiert werden, indem noch einige Schläger intern geschwungen wurden.

Undankbares Spiel in Krefeld-Bockum…

Nach der furiosen Leistung der ersten Mannschaft gegen Wickrath III sollte es in der Fremde eine Woche später einen unschönen Dämpfer geben… Bei Krefeld-Bockum kam man nicht über eine – wenn auch knappe – 6:9 Niederlage hinaus. Die Voraussetzungen waren jedoch auch denkbar schlecht…

Abgesehen davon, dass alle sechs gegnerischen Spieler zwischen 1680 und 1740 TTR-Punkten aufwiesen und das Team im Ganzen somit jedenfalls nominell deutlich stärker aufgestellt war als wir – es herrschte außerdem keine angenehme Atmosphäre in der Halle. Einerseits konnten sich die Mannschaften – jedenfalls nach der bescheidenen Einschätzung des Unterzeichners – gegenseitig nicht gut leiden… Andererseits waren die Spielbedingungen gewöhnungsbedürftig.

Es kam mehrfach zu recht hitzigen Diskussionen in diversen Situationen bei etwaigen Kantenberührungen in dem Stande nach entscheidenden Ballwechseln. Die Halle war indes so groß, dass wir vom hinteren Court zu weit entfernt waren, alsdass man dem jeweiligen Spieler das Gefühl hätte geben können, wirklich Anteil zu nehmen, was letztlich auch zu leichten Unstimmigkeiten innerhalb der Mannschaft führte. Ferner wurde mit für manch einen unangenehmen Tischen und Bällen gespielt, was die Spielfreude nicht erhöht haben dürfte, ganz zu schweigen von den teils drastisch falschen Angaben einiger gegnerischer Spieler, welche bereits in der Hinrunde für Ärger gesorgt hatten.

Insgesamt wirkte die Mannschaft mehr und mehr unwillig, was allerdings sicherlich auch dem Spielablauf geschuldet war. Denn hatte man nach den Doppeln 2:1 und kurze Zeit später gar 5:2 in Führung gelegen, ging im Anschluss das allermeiste „in die Hose“. So richtig wollte es an diesem Abend nur bei Dora laufen, dessen erfreuliches Ergebnis von drei Punkten aus drei Spielen besonders hervorgehoben werden muss, da die Spielzeit für ihn bisher offenbar nicht seinen Erwartungen entsprach. Wir warteten schon länger auf den Moment, indem Jonas sein Potential ausschöpfen würde, was zu unserer Freude an diesem Abend der Fall war. Der Knoten war also geplatzt, was unserem Kameraden nun hoffentlich neue Inspiration und Spielfreude verschafft.

Die einzelnen Ergebnisse sind schnell erläutert: Daniel verlieh dem Ball an diesem Abend aus welchen Gründen auch immer nicht annähernd so viel Schnitt, wie bei seinem Abwehrspiel gewohnt, und scheiterte erst knapp gegen Sener und anschließend gar 0:3 an Kasperek. Jonas hielt die Bilanz des oberen Paarkreuzes eben ausgeglichen (3:0 und 3:1!), während in der Mitte Sven und Lukas über Kreuz gewannen und verloren, und somit auch dort ein ausgeglichenes Ergebnis erzielten. Nach den 2:1 Doppeln, in welchen Brinkmann/Volpe (3:2) und Leupold/Dora (3:1) erfolgreich waren, und Veit/Esser knapp (2:3) unterlagen, sollte das Resultat im unteren Paarkreuz den Unterschied ausmachen (0:4). Dieses war aber auch mit starken Leuten – namentlich Nowara und Raue – besetzt, welche neben den Kempenern das stärkste untere Paarkreuz der Liga bilden dürften.

Vorliegende Partie dürfte für die Rückrunde ein richtungsweisendes Spiel gewesen sein, da die oberen Tabellenränge inklusive der Krefelder nun ein Stück in die Ferne gerückt sind, während wir weiterhin auf dem fünften Platz logieren. Da die Mannschaft gemessen an der Spielstärke in die Bezirksliga (und eben keinesfalls in die Landesliga) passt, erscheint das auch als angemessen. Andererseits sollten keine Sorgen um den Abstieg aufkommen, da die beiden schwächsten Mannschaften noch unserer harren, und folglich noch mit einigen Punkten zu rechnen sein dürfte. Dies wird dann hoffentlich mit einem höheren Spaßfaktor verbunden sein.


Beste Saisonleistung gegen Wickrath III…

Nachdem man zuletzt eine unglückliche 7:9 Niederlage in Krefeld-Hüls verdauen musste, sollte das nächste Schwergewicht an Gegnern aufwarten. So trat Wickrath III bei uns zuhause in Bestaufstellung an, und zwar ein ganzes Paarkreuz stärker, als es noch in der Hinrunde der Fall gewesen war, als erst im Schlussdoppel ein Remis erzielt werden konnte. Die Spieler Beschoner und Otten wurden noch oben „draufgesetzt“, sodass Kempers und Stroucken in die Mitte rückten, welche in der Hinrunde noch oben gegen uns 2:2 gespielt hatten. Diese Zusammenstellung vor der Brust durfte kaum auf etwas Zählbares gehofft werden. Es kam jedoch gänzlich anders – nahezu alles sollte zu unseren Gunsten ausgehen und der Gegner wurde zerschmettert…

Schon in den Doppeln hatten wir die Gunst des Schicksals auf unserer Seite. Das wiedergefundene Doppel Leupold/Lorenz schlug Doppel eins der Wickrather nach starker Leistung 3:1, die weiteren Paarungen gingen indes wesentlich knapper aus. Das neu zusammengestellte erste Doppel Brinkmann/Dora schlug seine Gegner zeitgleich hauchdünn mit 12:10 im Fünften, bei der dritten Paarung ging es gar noch knapper zu: Dort konnten von Veit/Esser vier Matchbälle abgewehrt werden, bevor es 13:11 ebenfalls im Entscheidungssatz hieß.

Im Einzel sollte es nicht wesentlich anders laufen. Einzig Jonas unterlag Beschoner in einem Spiel, welches er auch noch realistisch hätte gewinnen können (1:3). Der Rest der Punkte blieb teils mehr und teils weniger deutlich und verdient in Windberg. Daniel gegen Otten wie auch David in einem tollen Spiel gegen Kempers 3:1, Lukas nach wunderbarer Aufholjagd nach 0:2 letztlich 3:2 gegen Weber, die drei restlichen Spiele gar 3:0 mit besonders deutlichen Siegen von Sven gegen Stroucken und Daniel gegen Beschoner. Auch Walters Spiel gegen Ischen schien nie wirklich gefährdet.

So stand nach gut zwei Stunden Spielzeit plötzlich ein 9:1 zubuche, was sich beileibe keiner vorher ausgemalt hätte. Der Gegner desillusioniert, die Mannschaft euphorisch, die Zuschauer(in) zufrieden und in den Tischtennisreigen letztlich noch einsteigend, wurde noch eine Weile untereinander gespielt, Pizza gegessen und der Abend insgesamt genossen.

Erster Rückschlag für die Erste in der Rückserie…

Nach dem Auftaktsieg gegen Breyell verschlug es uns nach Krefeld in den eher ländlichen Stadtteil Hüls. Die entsprechende Mannschaft konnte im Hinspiel knapp besiegt werden, wofür nun Vergeltung drohte. Diese sollten die sympathischen Gegner letztlich nach hartem Kampf auch erhalten. Denn es war uns an diesem Samstagabend nicht möglich, über die undankbare Spielanzahl von sieben hinauszukommen…

Das obere sowie mittlere Paarkreuz konnte sich jeweils mit 3:1 über den Gegner erheben, wobei Daniel und Sven doppelt punkteten. Jonas und Lukas zeigten indes ebenfalls ansprechende Leistungen mit zumindest einem Einzelsieg. Leider war es nicht der beste Tag Walter’s und Ora’s, sodass es nach vier Niederlagen unten nach Einzeln ausgeglichen zuging. Mithin sollten die Doppel die Entscheidung bringen… 

Was zu anderer Zeit unsere Stärke sein mag, ließ uns jedoch vorliegend im Stich. Nach den Eingangsdoppeln stand es 1:2, nur Sven und Ora konnten recht sicher den Sieg einfahren. Nachdem Daniel und Jonas 0:3 unterlagen, hatten Lukas und Walter hauchdünn im Fünften das Nachsehen. Folglich konnte uns das Schlussdoppel nur noch das Remis bescheren. Zu unserem Leidwesen ging jedoch auch diese Doppelpaarung mit 9:11 im finalen Durchgang an den Gegner, sodass die Niederlage feststand. 

Die gleichen zwölf Akteure wie in der Hinrunde vermochten auf Augenhöhe ein bestens unterhaltenes Publikum über dreieinhalb Stunden auf Betriebstemperatur zu halten. Denn so es am Ende auch schmerzlich für uns ausging, es war jederzeit fair, spannend und insgesamt erquicklich. Nachdem wir in der Hinrunde die Glücklicheren waren, muss es auch einmal genügen, sich über einen tollen Tischtennisabend zu freuen.