Erfolgreicher Start der Ersten in die Rückrunde…

Erfolgreicher Start der Ersten in die Rückrunde…

Im neuen Jahr mag der geneigte Leser sich erstmalig wieder an Ereignissen des zwölften Spieltags in der Bezirksliga 3 erfreuen. Im ersten Rückrundenmatch gegen die abstiegsbedrohten Sportskameraden aus Breyell ging es hoch her, einige knifflige Situationen galt es zu überstehen, bis letztlich ein verdienter Sieger feststand. Die Gäste traten in Bestbesetzung an, so insbesondere wieder mit Clemens an Position drei, was die Mannschaft insgesamt im Vergleich zur Hinrunde, als der Gegner in dessen Halle nach 3:0 Doppeln mit 9:5 geschlagen werden konnte, deutlich verstärkt haben dürfte.

Es wurde diesseits vereinbart, dass die Doppelaufstellung der Hinrunde ob des Erfolges nicht verändert werden solle. Diese Taktik ging zwar insofern nicht auf, alsdass der Gegner seine Paarungen umgestellt hatte. Wir jedoch stellten erneut starke Doppel und konnten tatsächlich wiederum eine 3:0 Führung erspielen. Nachdem unser topgesetztes Duo bestehend aus Brinkmann und Volpe nach schwachem dritten Satz doch insgesamt recht klar siegen konnten (3:1), ging es in den beiden weiteren Paarungen in den Entscheidungssatz. Leupold/ Dora machten es dabei gegen die (nominell) beste gegnerische Paarung allzu spannend und verwandelten schließlich zum 11:9 den zweiten Matchball. Veit/Esser machten es nach 2:1 Sätzen noch spannend, konnten im Fünften aber recht souverän gewinnen (11:6).

Nachdem die Doppel uns eben erneut Selbstbewusstsein beschert hatten, setzte Daniel nach und besiegte Fynn Mannheim mit 3:0. Parallel spielte Jonas gegen den „Heißsporn“ und die Breyeller Nummer eins Marco Zipfel gut mit, nach ausgeglichenen vier Sätzen verdarben einige Fehler uns und unserem unglücklichen Sportskameraden jedoch leider die Freude – 4:1. Sven konnte Dahlmeyer nach zwei sehr überzeugenden und zwei eher schwachen Sätzen mit 3:1 besiegen, dies insgesamt jedenfalls sicherlich verdient. Lukas‘ Spiel fehlte indes gegen Clemens lange Zeit die Durchschlagskraft, zu viele Topspinfehler hielten ihn auf. Nachdem der Gegner in den Durchgängen zwei und drei jeweils mit glücklichen „Nassen“ endete, war unser Freund mit 0:3 geschlagen, dies Ergebnis repräsentiert den Spielverlauf aber zumindest in der Höhe nicht.

Neben den Doppeln war der Sieg in der Hinrunde insbesondere der ungeschlagenen Bilanz (3:0) des unteren Paarkreuzes namentlich Walter und Ora zu verdanken. Letztgenannter fand nach geteilten zwei Sätzen in der Verlängerung in den Folgesätzen nicht in sein Spiel und unterlag dem Abwehrer Udo Zipfel mit 1:3. Bei Walter sah es gegen Andre Mannheim zwischenzeitlich noch schlechter aus, da er den ersten Satz verloren hatte, im zweiten deutlich zurücklag, und sich sogar mehrerer Satzbälle gegen sich versah. Zu unserem Glück blieb er ruhig und konnte den Durchgang wie anschließend das Spiel noch mit 15:13 und 3:1 insgesamt für sich entscheiden. Demnach hatten wir den Vorsprung verteidigt, nun musste er nur noch ins Ziel gebracht werden.

Den Anfang machte Leupold gegen Marco Zipfel. Diese Paarung war eines der wohl spannensten Spiele der Hinrunde, an deren Ende Daniel seinem Gegner nach einem tollen Match mit 9:11 im Fünften unterlegen war. Erneut durfte also ein „heißer Tanz“ erwartet werden. Allerdings sah es im ersten Durchgang zunächst schlecht aus, schnell lag unser Spieler mit 1:7 zurück. Das konnte ihn jedoch nicht davon abhalten, den Satz doch noch wie auch den zweiten zu gewinnen (+9, +7). Nach schwachem dritten Durchgang ging es im schon bis dato hochumkämpften Vierten in die Verlängerung. Nachdem Zipfel bei 10:11 einen Matchball abwehren konnte sergab sich der Zwischenstand von 11:11…

Im folgenden langatmigen Ballwechsel trieb Daniel seinen Gegner nach sehr vielen Ballberührungen weit hinter den Tisch. Der Gegner entschied sich, einen Verzweiflungsschuss zu wagen, welchen er schließlich auch erfolgreich zum Punktgewinn ummünzen konnte… Das Kuriosum dabei war jedoch, dass Zipfel VOR der Ballberührung zur eigenen Ermutigung einige genuschelte Worte laut herausschrie, um die letzten Kraftreserven zu aktivieren. Daniel wurde dadurch natürlich gestört und bekam den Ball völlig „verdattert“ an die Kante. Er beschwerte sich und hätte den Punkt aufgrund der absichtlichen Störung des Gegners zugesprochen bekommen müssen. Der Schiedsrichter in persona Andre Mannheim sprach auch nach erneutem Protest den Punkt jedoch seinem Mannschaftskameraden zu – eine grobe Fehlentscheidung, zumal Daniel sogar die Wiederholung des Punktes angeboten hatte. Die falsche Entscheidung rührte mit Sicherheit nicht aus einer bösen Absicht her, sondern dürfte der Unwissenheit über die entsprechende Regel geschuldet sein.

Glücklicherweise konnte Leupold den Satz und damit das Spiel noch mit 3:1 gewinnen, nachdem er ein Time-Out genommen, sich beruhigt und den Satzball abgewehrt hatte. Dies schien sogar den ein oder anderen Spieler der Breyeller zu beruhigen, da es ein insgesamt verdienter Sieg war, der aufgrund der Fehlentscheidung nicht zu Streit hätte führen sollen. Beim Zwischenstand von 7:3 bedurfte es nun nur noch zweier Spielpunkte.

Leider konnten jedoch weder Jonas noch Sven punkten. Unser Zweier wurde an diesem Abend seinen Fluch hinsichtlich des Ausgangs seiner Entscheidungssätze in dieser Spielzeit nicht los, sondern verzweifelte erneut an Unzulänglichkeiten seines Spiels insbesondere im fünften Satz (5:11). Sven spielte nach der bescheidenen Meinung des Verfassers indes das Spiel seines Lebens, und führte gegen Clemens schnell mit 2:0. Dieser stellte jedoch sein Spiel mehr und mehr um und konnte selbst zwei starke Durchgänge zeigen. Im fünften Satz lieferten beide Spieler ein fantastisches Match, in welchem der Gegner der eindeutig glücklichere war. Nachdem Clemens bereits gegen Lukas einiges Glück gehabt hatte, wurde es zum Ende des Entscheidungssatzes nun auf die Spitze getrieben. Von vielen Netzbällen konnte Sven noch erstaunlich viele entschärfen, er bewegte sich gut und blockte hervorragend. Leider sollte selbst diese Performance nicht ausreichen, da der Gegner etwa bei 10:10 einen an sich schlechten Aufschlag an die hintere Kante setzte. Nachdem Sven diesen Matchball noch abgewehrt hatte, war er gegen den zweiten schließlich machtlos. Aus diesem Spiel geht er jedoch als der selbst vom Gegner zum klaren moralischen Sieger gekürte Spieler hervor, ein Antrag bei clickTT ist bereits vorbereitet, aufdass Sven die Punkte für seinen TTR-Wert trotz Niederlage gutgeschrieben bekommen möge.

Nach diesem unverdienten Punktverlust schien es noch einmal knapp zu werden. Unser „Veit(er)“ beruhigte uns jedoch nach geteilten ersten beiden Sätzen gegen Dahlmeyer durch ein verdientes 3:1 schon einmal insofern, als dass jetzt nicht mehr verloren werden konnte. Walter kam am Nebentisch zwar in jedem Satz erst langsam ins Rollen, überzeugte jedoch in der entscheidenden Phase eines jeden Satzes mit starken Bällen zum knappen, aber doch souveränen 3:0 über den Abwehrer Udo Zipfel. So war es vollbracht.

Dieser 9:5 Sieg war für die Mentalität der Mannschaft ein wichtiger insofern, alsdass er die Brücke schlägt zu der starken Hinrunde, in welcher wir gefühlt über unsere Verhältnisse gespielt hatten. Wenn wir weiter so geschlossen zusammenstehen und die knappen Spiele wie an diesem Tage gemeinsam gewinnen, darf der restlichen Rückrunde mit Freude entgegen geschaut werden. So lautet das nächste Projekt, die starken Hülser in deren eigener Halle zu „plätten“!

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Daniel editor

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