Erste Mannschaft punktet erneut!

Erste Mannschaft punktet erneut!

Nachdem am ersten Spieltag gegen den Hülser SV gewonnen werden konnte, wollten die hungrigen Wilden aus Windberg nun den zwischenzeitlichen Tabellenführer TuS Wickrath III stürzen. Da dieser nicht allein durch eigene Leistung in die Spitzenposition geraten war, sondern nach dem 9:2 gegen den Abstiegsfavoriten Borussia Mönchengladbach ein verlustspielfreies 9:0 gegen nicht angetretene Mülhausener einheimsen konnte, war die Ehrfurcht nicht sonderlich groß. So konnte die Mannschaft aus Krefeld-Hüls zu Beginn der Spielzeit von uns geschlagen werden, welche – wie sich nun herausstellte – die Gang aus Rheydt-Wetschewell II mit einem deutlichen 9:2 von der Platte fegen konnte.

Nachdem in der Halle offenbart wurde, dass die beiden zu oberst gemeldeten Spieler Beschoner und Otten nicht antreten würden, durfte man sich wohl sogar in der Favoritenrolle sehen – hatten wir doch sieben stramme Kerle und eine hübsche junge Dame (als Fan) im Team aufgeboten. Den Erwartungen konnte die Mannschaft allerdings nicht in Gänze gerecht werden. Da es in jedem Paarkreuz noch an manchem mangelte, sollte es letztlich nur zu einem brüderlichen Unentschieden reichen.

Die Einzelheiten ergaben sich wie folgt, wobei dieses Mal die anfänglichen Doppel nicht zu unserer Zufriedenheit liefen… So gaben Leupold/Lorenz nach gutem Beginn mit 1:3 und Dora/Veit mit 0:3 ab. Von Glück können wir sagen, dass Brinkmann/Volpe so eingespielt und in der Paarung sicher sind, dass sie dem Druck standhielten, zum gewinnen verdammt zu sein; nach unnötig verlorenem Zweiten gab es ein verdientes 3:1. Trotz des tristen 1:2 Rückstandes, welchem noch länger nachzulaufen sein würde, reift hier vielleicht das beste Doppel drei der Liga heran…

In der ersten Einzelrunde teilte man sich nun die Punkte. Jonas hatte dem gegnerischen Einser Kempers nur in den Durchgängen zwei und drei etwas entgegen zu setzen, sodass er in vier Sätzen letztlich glatt unterlag. Daniel konnte Stroucken zwar 3:0 besiegen, dieser war jedoch nach seiner Rückkehr aus dem Tischtennisexil wesentlich stärker als gedacht, was er bereits im Doppel gegen unsere erste Paarung eindrucksvoll unter Beweis gestellt hatte. Sven befreite nun endlich den Bären in sich und besiegte Ischen glatt in drei Sätzen. David war am anderen Tisch dem kreativen Händchen von Guido Jäger leider nicht gewachsen (0:3). Der erste Durchgang in den Einzeln wurde schließlich abgerundet durch Performances von Orazio und Lukas. Erstgenannter musste den immer sicher werdenden Naumowicz in Schach halten, was ihm nach guter Leistung gleichwohl knapp gelang (+3, +9, +11). Lukas schickte die ganze Räuberbande inklusive Walter als Edeljoker und unserer Talentscoutin Ruth auf ein Wechselbad der Gefühle, welches er zu unserem Bedauern sinnbildlich „ausbaden“ musste, 2:3. Folglich galt es nach wie vor, den Rückstand aus den Doppeln auszugleichen – 4:5.

Dies sollte jedoch nicht gelingen. Daniel konnte zwar auch im vierten Spiel der Saison satzverlustfrei bleiben. Darauf folgte jedoch postwendend die Niederlage von Jonas in drei Sätzen gegen Stroucken. Nun erschien es uns kurzzeitig so, als könnte das Ruder gar in Richtung Sieg herumgerissen werden können, so konnten nämlich Sven und David wichtige Siege einfahren. Zunächst gewährte Sven nach 2:0-Führung dem gefährlichen Jäger einen fünften Satz, in welchem unser Kamerad zunächst 5:9 in Rückstand geriet. Nach erfolgreicher Aufholjagd, welche auch durch gleich zwei Aufschlagfehler des Gegners begünstigt wurde, konnte unser Jungspund voller Erleichterung durchatmen, 11:9 im Fünften. David stand andererseits gegen Ischen unter besonderem Druck, welchen er sich selbst auferlegt hatte. Er redete sich schon frühzeitig ein, es mit seinem Gegner besonders schwer zu haben, weil er im letzten Jahr eben jenem Kontrahenten 0:3 und in letzten Satz mit 0:11 unterlegen war. Doch nach anfänglichen Schwierigkeiten konnte er seinen Dämonen entfliehen und sich sogar beinahe für die Peinlichkeit revangieren (3:0, im zweiten Satz nach 10:0 „nur“ 11:1).

Beim erstmalig positiven Zwischenstand von 7:6 kam kurzzeitig euphorische Stimmung auf, welche aber jäh von zwei unnötigen Niederlagen im unteren Paarkreuz zunichte gemacht wurde. Nachdem Lukas zwei Sätze lang kein Mittel fand und an eigenen Fehlern scheiterte, kam er noch kurz auf, wurde letztlich jedoch deutlich geschlagen (1:3). Orazio konnte zur gleichen Zeit nicht an seine aggressiven und guten Leistungen zuletzt anknüpfen und unterlag etwas blutleer mit 0:3. Und da war er wieder – der knappe Rückstand, welcher nun die Entscheidung zu Gunsten unseres Gegners bedeuten konnte, oder aber den Weg zum Unentschieden ebnen sollte…

Glücklicherweise ist die Paarung Leupold/Lorenz im Schlussdoppel typischerweise auf Betriebstemperatur, was auch heute den Punkt garantieren sollte, obgleich es eine Partie auf Augenhöhe war. Dies zeigte sich bereits im ersten Durchgang, welchen unsere beiden Abwehrrecken nach Vergößerung des Courts und Abwehr zweier Satzbälle der Gegner Kempers/Jäger noch für uns entscheiden konnten (18:16). Die folgenden Durchgänge waren ebenso knapp, konnten jedoch nicht unverdient jeweils mit 11:9 gewonnen werden, was das 3:0 in Summe durchaus schmeichelhaft abrundet. Dennoch war es ein durchaus würdiges Schlussdoppel, welchem die versammelte Halle gespannt beiwohnte, und welches schlussendlich zwölf zufriedene Spieler und einige (wenige) Zuschauer dem Faulenzen eines Restsonntages überließ.

In Sätzen wurde diesseits mit 29:27 gewonnen; nicht, dass dies mehr als eine wertlose Statistik wiegt, trotzdem lässt sich so besser rechtfertigen, dass die Mannschaft den Siegerschmaus in einem lokal bekannten Cafe/Restaurant am Gladbacher Bahnhof genießen durfte. Dies deutet auch an, was an dem Tag wieder offenbar wurde. Neben einem Punkt, welcher dem Verein zu Ehren gereicht, hat es mit allen zwölf Akteuren, dem Bundesligacoach und der Zuschauerin großen Spaß gemacht. Das Team ist in Moral, Zusammenhalt und Sympathie vereint, sodass wir in freudiger Erwartung auf weitere positive Ereignisse verbleiben.

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Daniel editor