Jämmerlicher Abschluss einer tollen Saison…

Jämmerlicher Abschluss einer tollen Saison…

Nach 21 teils furios guten Meisterschaftsspielen in der nun zurückliegenden Spielzeit haben wir die Sonne im Herzen eines jeden Windberger Mitglieds und Sympathisanten scheinen lassen. Diese unerwartet starke Saisonleistung hatte nach den üblichen kleineren Aussetzern, welche eine ganze Spielzeit einer jeden Mannschaft beschert, leider zum letztmöglichen Zeitpunkt eine Peinlichkeit parat, nämlich die letzte Begegnung beim TuS Rheydt-Wetschewell II, welche beileibe nicht hätte verloren werden dürfen. Freilich kann man meinen, das Match wäre nicht mehr weiter wichtig gewesen, da die Tabellensituation bereits feststand und es nicht mehr auf die zu vergebenden Punkte ankam. Andererseits sollte man jedoch den Zweck des Sports nicht aus dem Blick verlieren, welcher Anstrengung, Kampfgeist, das miteinander messen und nicht zuletzt den Spaß in den Vordergrund stellt. Demnach dürfte man eher zu der Meinung gelangen, dass es dieses Spiel gleichermaßen wert gewesen wäre „Gas zu geben“. Das war jedoch leider nicht der Fall, am Ende des Gastbesuchs in Wetschewell stand nur ein trauriges 5:9. Dies ist besonders schade, weil im Falle des Sieges sogar die Punkte 30 und 31 hätten erspielt werden können; dies wäre insofern besonders schön gewesen, alsdass es das Andenken an die vorige Saison wachgerufen hätte, deren Meister die damals „Zweite“ mit eben 31 Zählern in der Bezirksklasse 5 geworden war…

Wie das tatsächliche Ergebnis zustandekam ist schnell erzählt: Daniel holte drei sowie Lukas zwei Punkte (freilich in gefälliger Unterstützung der jeweiligen Doppelpartner Jonas und Walter). Der Rest wurde durch schwache Leistungen abgebildet, die sämtlich in der Niederlage endeten:

Die Paarung Brinkmann/Volpe verkorkste das Spiel gegen die sich immerzu streitenden Wendel und Jennessen mit 1:3. Leupold/Dora verspürten beim 3:0 über Schmitter/Winkler kaum Gegenwehr, bevor sich Veit/Esser recht ungefährdet mit 3:1 über Völl/Anson erhoben. Leupold ließ dem oberen Paarkreuz der Rheydter keinen Satz, während Dora den Spielern Schmitter und Wendel jeweils 2:3 unterlegen war. Brinkmann, welcher im weiteren Verlauf des Abends noch von seiner ganzen Mannschaft hochleben gelassen wurde, da er in seinen Geburtstag hineinfeierte, spielte trotz mancher Gastunterstützung von der Bank zweimal weit unter seinen Möglichkeiten 1:3. Veit spielte ebenfalls in der Mitte und unterlag zunächst Winkler mit 1:3, bevor er gegen Völl schon am Rande des Abgrunds stand, 1:2 und 5:10. Dann ließ er am bitteren Ende der Begegnung, welche zu diesem Zeitpunkt bereits verloren war, noch einmal seine Klasse aufblitzen, indem er seinen Kontrahenten filettierte und immerhin einige wenige Minuten herausragend zum 3:2 aufspielte. Was die vier Sätze vorher losgewesen war, bleibt indes unergründet. Zu diesem Zeitpunkt wurde im anderen Court schon nicht mehr gespielt, weil Walter nach 1:3 gegen Jennessen ein weiteres 1:3 gegen Anson folgen ließ, welches den neunten Punkt des Gegners markierte. Ora hatte nach schwacher Leistung gegen Anson 0:3 abgegeben, ein zweites Match blieb ihm folglich versagt.

Dieses einzelne Ergebnis – so sehr es uns den Abend zunächst vermieste – kann die Freude über die insgesamt gute Spielzeit nur ein wenig mindern. Der Saisonabschluss hat nämlich auch in Zahlen manches zu bieten: Etwa stellen wir mit Daniel den bilanzstärksten Spieler der Liga (34:9), mit ihm und Sven bietet die Mannschaft außerdem gleich zwei von nur einer Handvoll Spielern auf, welche bei allen 22 Partien angetreten sind. Jonas konnte sich deutlich steigern und füllte den Platz im oberen Paarkreuz zumindest in der Rückrunde mit einer ausgeglichenen Bilanz jenseits aller Erwartungen bemerkenswert gut aus. Insgesamt verzeichnen sogar alle drei Paarkreuze eine positive Einzelbilanz. Ferner sind besonders die Doppelbilanzen aller sieben Stammspieler – denn David sei nicht vergessen, welcher an diesem Abend zum anfeuern anwesend war – hervorzuheben, welche ohnehin die Grundlage unseres Erfolges darstellten (insgesamt 47:25 Doppel siegreich). Im Einzelnen waren es fünf Paarungen, welche regelmäßig zum Einsatz kamen: Dora/Brinkmann 7:1, Brinkmann/Volpe 10:5, Veit/Esser 9:5, Leupold/Lorenz 10:7 sowie Leupold/Dora 5:3; außerdem 6:4 Siege sonstiger Paarungen. Die Einzel mit einer Gesamtbilanz von 126:99 lassen sich ebenfalls sehen und haben der Mehrzahl der Spieler ein sehenswertes „TTR-Plus“ beschert. Die sieben Stammspieler konnte im Übrigen nahezu alle Einsätze abbilden, einzig Lars Henning gab uns einmal bei Borussia Mönchengladbach die Ehre.

Zu unserem Bedauern werden diese sieben Streiter aber nicht weiter miteinander wetteifern können, da zumindest David nächste Saison nicht mehr zur Verfügung stehen wird. Jonas und Lukas liebäugeln außerdem mit längeren Praktika bzw. Auslandseinsätzen, welche es der Mannschaft in der nächsten Spielzeit nicht leicht machen werden. Bis dahin ist aber ohnehin noch viel Zeit zum planen und ggf. umbesetzen der Mannschaften. Es bleibt abzuwarten, ob und wie sich die vier Herrenmannschaften umorganisieren werden. Zunächst beginnt für manch einen nun die Turniersaison. Möge man sich trotz der spielfreien Zeit dort und/oder das ein oder andere Mal beim Training begegnen.

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Daniel editor

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