Undankbares Spiel in Krefeld-Bockum…

Undankbares Spiel in Krefeld-Bockum…

Nach der furiosen Leistung der ersten Mannschaft gegen Wickrath III sollte es in der Fremde eine Woche später einen unschönen Dämpfer geben… Bei Krefeld-Bockum kam man nicht über eine – wenn auch knappe – 6:9 Niederlage hinaus. Die Voraussetzungen waren jedoch auch denkbar schlecht…

Abgesehen davon, dass alle sechs gegnerischen Spieler zwischen 1680 und 1740 TTR-Punkten aufwiesen und das Team im Ganzen somit jedenfalls nominell deutlich stärker aufgestellt war als wir – es herrschte außerdem keine angenehme Atmosphäre in der Halle. Einerseits konnten sich die Mannschaften – jedenfalls nach der bescheidenen Einschätzung des Unterzeichners – gegenseitig nicht gut leiden… Andererseits waren die Spielbedingungen gewöhnungsbedürftig.

Es kam mehrfach zu recht hitzigen Diskussionen in diversen Situationen bei etwaigen Kantenberührungen in dem Stande nach entscheidenden Ballwechseln. Die Halle war indes so groß, dass wir vom hinteren Court zu weit entfernt waren, alsdass man dem jeweiligen Spieler das Gefühl hätte geben können, wirklich Anteil zu nehmen, was letztlich auch zu leichten Unstimmigkeiten innerhalb der Mannschaft führte. Ferner wurde mit für manch einen unangenehmen Tischen und Bällen gespielt, was die Spielfreude nicht erhöht haben dürfte, ganz zu schweigen von den teils drastisch falschen Angaben einiger gegnerischer Spieler, welche bereits in der Hinrunde für Ärger gesorgt hatten.

Insgesamt wirkte die Mannschaft mehr und mehr unwillig, was allerdings sicherlich auch dem Spielablauf geschuldet war. Denn hatte man nach den Doppeln 2:1 und kurze Zeit später gar 5:2 in Führung gelegen, ging im Anschluss das allermeiste „in die Hose“. So richtig wollte es an diesem Abend nur bei Dora laufen, dessen erfreuliches Ergebnis von drei Punkten aus drei Spielen besonders hervorgehoben werden muss, da die Spielzeit für ihn bisher offenbar nicht seinen Erwartungen entsprach. Wir warteten schon länger auf den Moment, indem Jonas sein Potential ausschöpfen würde, was zu unserer Freude an diesem Abend der Fall war. Der Knoten war also geplatzt, was unserem Kameraden nun hoffentlich neue Inspiration und Spielfreude verschafft.

Die einzelnen Ergebnisse sind schnell erläutert: Daniel verlieh dem Ball an diesem Abend aus welchen Gründen auch immer nicht annähernd so viel Schnitt, wie bei seinem Abwehrspiel gewohnt, und scheiterte erst knapp gegen Sener und anschließend gar 0:3 an Kasperek. Jonas hielt die Bilanz des oberen Paarkreuzes eben ausgeglichen (3:0 und 3:1!), während in der Mitte Sven und Lukas über Kreuz gewannen und verloren, und somit auch dort ein ausgeglichenes Ergebnis erzielten. Nach den 2:1 Doppeln, in welchen Brinkmann/Volpe (3:2) und Leupold/Dora (3:1) erfolgreich waren, und Veit/Esser knapp (2:3) unterlagen, sollte das Resultat im unteren Paarkreuz den Unterschied ausmachen (0:4). Dieses war aber auch mit starken Leuten – namentlich Nowara und Raue – besetzt, welche neben den Kempenern das stärkste untere Paarkreuz der Liga bilden dürften.

Vorliegende Partie dürfte für die Rückrunde ein richtungsweisendes Spiel gewesen sein, da die oberen Tabellenränge inklusive der Krefelder nun ein Stück in die Ferne gerückt sind, während wir weiterhin auf dem fünften Platz logieren. Da die Mannschaft gemessen an der Spielstärke in die Bezirksliga (und eben keinesfalls in die Landesliga) passt, erscheint das auch als angemessen. Andererseits sollten keine Sorgen um den Abstieg aufkommen, da die beiden schwächsten Mannschaften noch unserer harren, und folglich noch mit einigen Punkten zu rechnen sein dürfte. Dies wird dann hoffentlich mit einem höheren Spaßfaktor verbunden sein.


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Daniel editor

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