Unheimliche Spannung gegen Süchteln-Vorst…

Unheimliche Spannung gegen Süchteln-Vorst…

Nachdem die erste Mannschaft in der Hinrunde ein 8:8 gegen den Aufstiegsanwärter aus Süchteln-Vorst erspielt hatte, beehrten uns die Freunde aus Viersen nun vor heimischer Kulisse. Es sollte ein emotionales und äußerst spannendes Meisterschaftsspiel werden, das alles zu bieten hatte, was das Zuschauerherz begehrt…

Die Doppel liefen einmal mehr „wie am Schnürchen“, insoweit war auch das Glück ein wenig auf unserer Seite, denn alle Paarungen konnten hauchdünn gewonnen werden. Sven und Ora drehten einen 0:2 Rückstand in einen Sieg (11:9 im Fünften!). Daniel und David gewannen zwei der letzten jeweils in der Verlängerung entschiedenen drei Sätze knapp zum ebenso umjubelten 3:2 (12:10 im Fünften!). Das neu zusammengestellte Doppel Jonas und Walter machte seinen Gegnern nach 2:0 noch Hoffnung, siegte aber schließlich auch (11:9 im Fünften!).

In den Einzeln konnte die Führung gar verdoppelt werden. So durfte man seinen Augen kaum trauen, immerhin spielten wir gegen den Tabellendritten, der im Falle des Sieges erneut den Relegationsplatz zum Aufstieg einnehmen würde. Wie Daniel aber in der Eingangsrede verlauten ließ – dies freilich im Scherz -, mussten die Vorster erst an unserer Ersten vorbei; dies dürfte zwischenzeitlich als gar unmöglich angemutet haben, da Daniel, Jonas und Sven auf 6:0 stellten. Leupold konnte Domnik mit 3:1 bezwingen, während Jonas in einem Spiel, welches hin und her wogte, letztlich mit 3:2 die Oberhand über Ender erlangte. Sven verdiente sich indes den Sieg über Skott durch drei starke Sätze gepaart mit zwischenzeitlichem Tief (3:1).

So sehr der Zwischenstand auch beflügeln mochte… er vermittelte David dennoch nicht genügend Selbstbewusstsein, um Fischer zu schlagen. Obwohl der Sieg in den beiden ersten Sätzen nicht unerreichbar schien, ließ sich Lorenz hängen und glaubte nicht an sich, 0:3. Damit ging nun ein Umbruch der Ergebnisse einher, die Siege sollten sich leider nicht mehr regelmäßig einstellen. So hatte das untere Paarkreuz nicht genug entgegenzusetzen, Walter unterlag Peters mit 1:3, während der Spielverlauf bei Ora besonders bitter war, indem drei Matchbälle gegen Brauweiler nach 0:2 Sätzen und später 2:2 Sätzen und 10:7 nicht zum Sieg reichten.

Plötzlich stand es nur noch 6:3, was lediglich die Führung nach den Doppeln abbildet. Dass Daniel nun gegen den enorm sicher aufspielenden Ender nur im ersten Satz überlegen war (1:3), dramatisierte die Abwärtsspirale. In diesem Moment war Jonas‘ Sieg über Domnik (3:0) pures Gold wert, was die Führung mit drei Spielpunkten aufrecht erhielt, 7:4. Insofern ist erneut auf die gute Form hinzuweisen, in welcher sich Dora seit drei Spieltagen befindet. Lief die Hinrunde noch alles andere als rund, läuft „der Junge“ (liebevoll, nicht etwa despektierlich gesprochen) endlich heiß, und verschaffte uns in diesem Moment wieder einen sehr wichtigen Spielpunkt. Nebenbei gesagt hat Jonas aus den letzten drei Spielen fünf aus sechs Einzeln gewonnen; so darf es wahrlich weiter gehen!

Leider reichte es im Anschluss nicht für einen Sieg in der Mitte. Brinkmann erreichte gegen Fischer nicht die spielerische Klasse, die ihn zuletzt so bärenstark und nicht nur in den Doppeln so wertvoll gemacht hatte, 1:3. Lorenz verlor ebenfalls mit 1:3 gegen Skott in einem niveauvollen Spiel. Dabei gingen die Durchgänge Nummer eins und vier leider beide verloren, welche jeweils in der Verlängerung entschieden wurden, was die knappe Niederlage besiegelte. Der Zwischenstand von 7:6 vor dem zuletzt eindeutig schwächelden unteren Paarkreuz verhieß nichts Gutes, hatte man doch immer noch im Kopf, dass es einige Zeit zuvor noch tollkühn 6:0 gestanden hatte…

So kam es, wie es kommen musste; der Ausgleich der Gegner, die sich mittlerweile wie wild nach vorne peitschten, lag in der Luft und war kurze Zeit später Realität, als Esser gegen Brauweiler glatt unterlegen war, 7:7. Jetzt war es eine sichtlich unangenehme Situation für Volpe, die Weichen für das Schlussdoppel zu stellen. Der Verunsicherung jedoch zum Trotze konnte Ora den ersten Satz gewinnen. Der zweite hätte ebenso laufen sollen, jedoch konnte Peters den Durchgang noch knapp für sich entscheiden. Schließlich folgten zwei Sätze, welche unser Orazio nicht ganz ohne Glück jeweils mit zwei Punkten Differenz für unser Team einholte. Dabei war für den Gegner besonders bitter, dass das Schicksal Ora beim Stande von 2:1 und 11:11 zwei Nasse zum Spielgewinn gewährte.

Das Schlussdoppel entschied folglich über Sieg oder Unentschieden. Im Moment der eigentlich größten Spannung war nach langem Zweifeln aber bereits ein Teil der Anspannung verflogen, da man das Heimspiel nicht ohne punktemäßigen Ertrag würde beenden müssen. Und nachdem die beste Paarung der Gegner Domnik/Fischer schon im Eingangsdoppel eine gleichermaßen schmerzliche wie knappe Niederlage gegen Leupold/Lorenz hatte hinnehmen müssen, folgte der aus dieser Perspektive nächste Tiefschlag, indem Sven und Ora den ersten Satz noch zum 13:11 „klauten“. Auch die folgenden Sätze würden nicht deutlicher ausfallen. Zu diesseitigem Bedauern verliefen diese jedoch zu unseren Ungunsten. Gefühlt liefen unseren beiden Streiter immer einem kleinen Rückstand hinterher, welcher sich letztlich auch manifestierte, -9, -9, -10.

Schließlich endete das Meisterschaftsspiel mit 8:8 Spielen und 31:35 Sätzen. Es hatte beinahe vier Stunden gedauert, bis man sich die Punkte brüderlich und tatsächlich in aller Freundschaft teilte. Das dürfte von unserer Seite aus leichter gefallen sein, haben wir doch keine Ambitionen nach oben und müssen nach dem furiosen Einstieg noch froh sein, nicht mit leeren Händen dazustehen. Der Gegner ist indes ob seines kämpferischen Einsatzes zu loben. Die Wahrscheinlichkeit, sich im nächsten Jahr wiederzusehen, ist dennoch hoch, denn selbst in der Relegation dürfte der Aufstieg auch für diese Jungs aus Süchteln-Vorst dieses Jahr schwer zu erreichen zu sein.

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Daniel editor

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